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Über Herzegowina > Mostar
Mostar ist die größte Stadt Herzegowinas, des südlichen Teiles von Bosnien-Herzegowina. Sie ist die Hauptstadt des Kantons Herzegowina-Neretva der Föderation Bosnien-Herzegowina und hat etwa 111.000 Einwohner, wovon etwa 75.000 Einwohner in der eigentlichen Stadt wohnen.
Verwaltungstechnisch bildete Mostar seit dem Bürgerkrieg zwei Städte: eine kroatische auf dem westlichen Ufer des Flusses Neretva und eine bosnische auf dem östlichen Ufer. Im Januar 2004 wurde dieser Zustand allerdings aufgehoben und eine neue Regelung eingeführt, wonach die Stadt in 6 Stadtgemeinden eingeteilt ist, die aber zusammen eine Einheit darstellen.
Das Wahrzeichen Mostars ist die "Alte Brücke" oder Stari most über die Neretva, die von 1556 bis 1566 vom osmanischen Architekten Mimar Hajrudin erbaut wurde. Der Stadtname kommt von den Brückenwächtern (bosnisch, serbisch, kroatisch: Mostar = Brückenwächter). Die „Alte Brücke“ wurde im Bosnienkrieg am 9. November 1993 durch massiven Beschuss von serbischer Seite zerstört. Rekonstruktionsarbeiten begannen 1996 und wurden mit der feierlichen Wiedereröffnung am 23. Juli 2004 abgeschlossen. Die Brücke und die Altstadt wurden am 15. Juli 2005 in die Welterbe-Liste der UNESCO aufgenommen. Der Stari Most soll ein Symbol für das friedliche Zusammenleben der verschiedenen Völker in Mostar und Bosnien-Herzegowina sein.
In der Nähe der Brücke befindet sich die Karadjoz-Beg-Moschee, die auch für Besucher zugänglich ist. Die Moschee mit Medresa (Koranschule) und Šadrvan (Brunnen) wurde 1557 erbaut und im Krieg in der Herzegowina schwer beschädigt, ist inzwischen aber restauriert.
Als sehenswürdig gilt ebenfalls eine christliche Basilika im Vorort Cim, die wahrscheinlich im 5. oder 6. Jahrhundert erbaut wurde. Im Juni 1992 wurde die serbisch-orthodoxe Kathedrale der Heiligen Dreifaltigkeit (erbaut zwischen 1863 und 1873) in Brand gesetzt und gesprengt. Für sie laufen Wiederaufbauplanungen.








